BEST-Sabel Berufsfachschule für Design

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Neu & nur an der Designschule: Brand Designer

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Ab September bietet die BEST-Sabel Berufsakademie in Kooperation mit der Agentur Fuenfwerken eine neue Spezialisierung in der Grafikdesignausbildung an: den BEST Brand Designer.

Lesen Sie dazu ein Gespräch zwischen Falko Mieth, Ausbildungsleiter des Fachbereichs Grafik der BEST-Sabel Berufsakademie, und Helmut Ness, Mitbegründer und heutiger Managing Partner/CDO der Agentur Fuenfwerken.

Falko Mieth, Ausbildungsleiter Grafikdesign und Helmut Ness, Agentur Fuenfwerken

Falko, wie ordnet sich die BEST-Sabel-Berufsakademie in das Orchester der vielen Berufs- und Hochschulen ein, die allesamt Designer ausbilden?
FALKO MIETH Als die BEST-Sabel Designschule vor 20 Jahren gegründet wurde, krabbelte das Internet noch im Laufstall und alle waren gespannt, was das wohl werden würde. Der Beruf des Grafikdesigners war noch sehr übersichtlich, hatte aber bereits eine kleine Revolution hinter sich. Computertechnik hatte Anfang der 90er Jahre Setzer und Reprotechniker arbeitslos gemacht und deren Aufgaben dem Grafikdesigner übertragen. In Berlin gab es zu dieser Zeit nur eine Berufsfachschule für Grafikdesign, den Lette-Verein.

Die BEST-Sabel Designschule achtete von Anfang an auf eine hohe Praxisorientierung. Wir Dozenten kennen den Arbeitsmarkt für Designer sehr gut und passen jährlich unsere Ausbildungspläne an, um auf die vielfältigen Anforderungen zu reagieren. So lehren wir neben der Spezialisierung Webdesign heute auch Motiondesign (Videoschnitt) und 3-D Animation.

Helmut, schildere bitte kurz die Position und den Status deiner Agentur im Kontext der Agenturen in Deutschland.
HELMUT NESS Als meine zwei Partner und ich vor 20 Jahren in Wiesbaden Fuenfwerken gründeten, kamen wir gerade aus dem Studium. Heute gehören wir zu den führenden inhabergeführten Brand Consulting und Design Unternehmen in Deutschland. Besonders honoriert werden unsere nutzerzentrierten Designprozesse und die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Auftraggebern, z.B. mit dem German Brand Award in Gold für die Grill-Marke Weber. Durch die Digitalisierung und das mobile Internet hat sich das Berufsfeld des Brand Designers seit unseren Anfängen vor 20 Jahren stark gewandelt. Ein Brand Designer ist heute mehr als ein Grafikdesigner, der visuelle Kommunikation gestaltet. Heute ist relevant, Geschichten zu erzählen und entsprechende Kontaktpunkte zu gestalten, die Menschen und Marken mit ihren Haltungen, Wertvorstellungen und Wünschen immer wieder übereinkommen lassen. Wo das in authentischer Weise geschieht, können Brand Designer in einer immer komplexeren Welt nachhaltige Erlebnisse und Vertrauen kreieren.

Warum geht ihr in der Agentur den Weg der eigenen Ausbildung für die Nachwuchsgewinnung?
HELMUT NESS Wir sehen eine große Zukunft in der Co-Creation, Wissen zu teilen. Das ist ein elementarer Bestandteil unserer Haltung und des Markenfundaments von Fuenfwerken. Aus diesem Grund heraus haben wir vor einigen Jahren auch die Initiative gestaltBildung ins Leben gerufen, bei der wir mit Schulen kooperieren und im schulischen Kunstunterricht Empathie für Gestaltung wecken wollen. Im Bereich der Ausbildung ist uns wichtig, das spielerische offene Denken zu bewahren und parallel die relevanten Werkzeuge und Prozesse im Markenprozess zu vermitteln. Empathie zu „begreifen“ und Menschen ins Zentrum der Lösungsentwicklung zu stellen, ist dabei unser großes Anliegen.

Wir sehen die hohe Qualität dieser Ausbildung in der Kombination von Grundlagen-Lehre und früher Vermittlung der Anforderungen aus der Marktperspektive. Dazu gehören die persönliche Anwenderperspektive wie auch der gesellschaftliche Wertekosmos und die Trendthemen der Zukunft. Durch das gemeinsame „Machen“ erhöhen wir zusammen mit der Ausbildungsstätte die Potentialentfaltung jedes Einzelnen im Berufsfeld des Brand Designs. Fuenfwerken kommt das natürlich auch selbst zugute: Wenn wir früh mit den zukünftigen Brand Designern Erkenntnisse teilen, können wir aktiv auf den sich stetig steigernden „War of Talents“ reagieren und tun uns leichter, den Nachwuchs in das operierende Team zu integrieren. Neben den Werten „Co-Creation und Potentialentfaltung“ motiviert uns demnach auch ein betriebswirtschaftlicher Faktor.

Was bietet die BEST-Sabel Berufsakademie, was Hochschulen für Kommunikationsdesign nicht bieten?
FALKO MIETH Wie noch nie zuvor gibt es heute ein ungeheuer vielfältiges Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten für Designer. Diese Möglichkeiten hätte ich als junger Mensch auch gerne gehabt. Das ist ein großer Gewinn für die junge Generation.

Einen großen Vorteil gegenüber der Hochschule sehe ich in der Klassenstruktur der Jahrgänge in der BEST-Sabel Berufsakademie. In ihren Klassen können die jungen Leute die Entwicklung ihrer Mitschüler erleben und über die gesamte Zeit der Ausbildung miteinander und voneinander lernen.

Sehr wichtig ist auch die praktische Vermittlung der branchenüblichen Software, mit der die Designer im Arbeitsleben ihr Geld verdienen werden, weshalb die Softwarekompetenz einen festen Platz in unserem Lehrplan hat. Während sich Hochschulstudenten dafür um Seminare und Tutoren bemühen müssen, gehört das bei uns selbstverständlich dazu.

Ein fest eingeplantes Praktikum bildet in der Mitte der Ausbildung den Schwerpunkt. Und schon ab dem zweiten Halbjahr findet die praktische Ausbildung über Projektunterricht statt.

Für die neue Spezialisierung zum Brand Designer gehen wir auch hier neue Wege. Ab dem vierten Halbjahr wird es Praxistage geben. Hier bezieht das Ausbildungsteam, welches wir Trainee-Team nennen werden, einen eigenen Raum, um dort die Praxis-Projekte zu bearbeiten. Das ist wie in einer kleinen Agentur. Immer in Begleitung der Dozenten der Berufsakademie und der Kollegen der Agentur Fuenfwerken.

Wie würdest du den Aufgabenbereich oder die Tätigkeit des Brand Designers erklären?
HELMUT NESS Eine Marke muss sich heute in die Lebenswelten der Anwender einpassen, um berührende und glaubwürdige Geschichten zu erzählen. Die visuelle Erscheinung muss für eine personalisierte Ansprache in fragmentierten Märkten anpassbar, überraschend und dennoch wiedererkennbar sein. „Remarkable und Memorable“ sind im Englischen die Fachbegriffe, nach denen das Auftreten einer Marke streben muss, um eine effektive Kommunikation im Dialog mit dem Menschen zu erzielen. Beim Werben um die Gunst des Menschen sind heute ein hoher Grad an Empathie und eine gemeinsame Haltung gefragt, damit die Marke in das „Relevant Set“ aufgenommen wird. Ist das erreicht, hält das gemeinsame Werteverständnis den Konsumenten bei der Marke, so lange das Wertefundament nicht tiefgründig gestört wird.

Für das Berufsbild des Brand Designers kann das heute und in Zukunft zu unterschiedlichen Ausprägungen und Tätigkeitsfeldern führen. Vom klassischen Grafikdesigner hin zu Spezialisten für Type Design, User Interface Design oder 3D-VR-AR Design können ausgebildete Brand Designer sowohl in Agenturen als auch in Unternehmen im Bereich Markensteuerung generalistische bzw. strategische Rollen übernehmen. Dazu kommt das immer relevantere Themenfeld des Geschichtenerzählens, um Markenkommunikation authentisch mit der Lebenswelt der Menschen zu verbinden. Eine weitere Rolle kann natürlich auch der Autorendesigner sein, der sich selber zur Marke entwickelt, wie beispielsweise Modedesigner, Fotografen oder Automobildesigner. Letzteres steht bei Fuenfwerken allerdings nicht im Fokus, weil uns die gemeinsame Arbeit an komplexen Projekten am Herzen liegt.

Worin besteht die Qualität dieser Ausbildung?
FALKO MIETH Brand Designer ist ein Spezialberuf. Markenentwicklung und Markendesign werden von einigen Agenturen in Deutschland und Europa angeboten und Fachleute für diesen Bereich sind sehr gefragt. Aber auch wenn die Absolventen später nicht explizit als Brand Designer arbeiten, werden sie in der Lage sein, in Agenturen oder freiberuflich als Grafikdesigner ihr Geld zu verdienen. Und natürlich haben sie eine ausgezeichnete Grundlage, um sich weiter zu entwickeln. Die Branche und die Berufsbilder sind schließlich ständig in Bewegung.

Was verspricht sich Fuenfwerken von der Zusammenarbeit mit der BEST-Sabel Berufsakademie
HELMUT NESS Wir freuen uns auf eine neue Erfahrung und das Ausprobieren dieses gemeinsamen Weges von Lehre und Praxis zu einem ganzheitlichen Ausbildungserlebnis. Natürlich werden auch wir mit einigen Ansätzen scheitern, aber diese Erkenntnisse werden uns helfen, die Ausbildung Schritt für Schritt besser zu gestalten. Das ist nicht nur für Falko und mich spannend. Es ist für unser Team bei Fuenfwerken eine tolle Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen und einen weiteren Sinn in unserem Alltag als Brand Designer zu kreieren. Die ersten Reaktionen von Kolleginnen und Kollegen zeigen, dass die Vorfreude auf diese gemeinsame Abenteuerreise auf beiden Seiten groß ist. Das ist eine tolle Energie, in dieses Abenteuer zu starten.

Und eine abschließende Frage an beide: Was hat euch zusammen geführt?
FALKO MIETH Die Sympathie und die Typografie! Ja, es war ein Termin bei uns in der Schule. Helmut wurde von einem Kollegen eingeladen und mir vorgestellt. Als Dozent für Typografie lehre ich auch den Spezialbereich Schriftentwicklung und Helmut hat als Diplomarbeit die Schrift der Verkehrsbetriebe in München gestaltet.
Wir hatten ein prima Gespräch und haben uns zu weiteren Kontakten verabredet. Wir kommunizieren auf der gleichen Ebene, uns verbindet das Interesse an Schrift und Kommunikationsdesign. Das ist genau das, was uns Spaß macht.

HELMUT NESS Ich kann Falko hier nur beipflichten. Ich wohne seit fast 10 Jahren in Köpenick. Die BEST-Sabel Designschule ist mir daher schon durch die regionale Nähe seit längerem ein Begriff. Erst aber durch den Austausch mit Falko und einige Vorträge an der Schule kam bei uns beiden die Vorstellung auf, daraus mehr „gestalten“ zu wollen. Da parallel in unserem Berliner Büro ein internes Traineeprogramm entwickelt und umgesetzt wurde, lag es nahe, weiterzudenken und mit dem Ausbildungsprogramm einer erfahrenen Ausbildungsstätte zu vernetzen. Jetzt sind wir gespannt und freuen uns auf September, wenn es dann endlich los geht!

Impressionen: Ausbildung in der BEST Sabel Designschule

Bei Fragen zur Ausbildung und zur Bewerbung wende dich einfach an: 
Falko Mieth
Ausbildungsleiter Grafik
030 656610-25
mieth@best-sabel.de

Weitere Informationen zur Ausbildung zum BEST Brand Designer.

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