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Projektarbeiten werden zu Ausstellungsobjekten – Fachgang Modedesign

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Im Rahmen des Kooperationsprojekts mit dem Museum für Kommunikation Berlin beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler des Fachgangs Mode mit dem Harmoniegesetz des „Goldenen Schnitt“. Sie gingen der Frage nach, inwieweit der Goldene Schnitt als Kommunikationsmittel für ästhetisches Wohlbefinden fungiert.

Dabei stand die Prämisse des nachhaltigen Handelns im Vordergrund, was dem Projekt auch seinen Namen verlieh: „Making a Clean Cut…einen glatten Schnitt machen“. Ziel war eine kritische Auseinandersetzung mit dem modischen Massenkonsum sowie dem zunehmenden ökologischen und sozialen Ungleichgewicht, welches durch eine auf Wachstum und Profit orientierte Textilindustrie hervorruft.

Für die Realisierung des Projektes konnte der Fachbereich Mode die Deutsche Lufthansa AG als Partner gewinnen, da Corporate Responsibility auch bei der Lufthansa Group einen wichtigen Bestandteil der Firmenphilosophie darstellt. Aus dieser Zusammenarbeit entstand schließlich eine UPCYCLING-Kollektion für Herren auf Basis „ausrangierter“ Lufthansa-Uniformen, im Zusammenspiel mit zertifizierten ökologischen und unter sozialen Bedingungen hergestellten Stoffen.

Die Kernbotschaft des Projektes ist eine nachhaltige Designstrategie, in der Altkleidung im Gestaltungsprozess als Rohmaterial verstanden wird, das im besten Falle endlos im Produktionskreislauf zirkulieren kann.

„MAKING A CLEAN CUT“  – Entwürfe von Larissa-Therese Löchel und Marlene Horny

Larissa Löchel 

Kleidung bedeckt unseren Körper. Dabei verhalten sich die Bestandteile meist in bestimmten Proportionen zueinander. Diese Flächen und Strecken im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Goldenen Schnitt zu zerteilen und neu zu arrangieren, war die Inspiration zu dieser Kollektion. Das Prinzip der Gleichheit und Einheit spielt dabei eine wichtige Hauptrolle. Im Goldenen Schnitt entsteht das Gefühl der absoluten Vollkommenheit, jedoch nicht durch die Gleichheit der Teile, sondern durch die Gleichheit der Proportionen. Diese Einheiten vermitteln das Bild der Perfektion und lässt die Asymmetrie der Teile harmonisch empfinden. Die Symmetrie fungiert innerhalb des Goldenen Schnittes nicht mehr in einer förmlichen Umsetzung (Gleichheit der Teile), sondern in einer verhältnismäßigen.

Entwurf von Larissa Löchel

 

Marlene Horny

Die Schnittmuster und Teilungsnähte des Entwurfs sind streng nach dem Goldenen Schnitt definiert. Die lockere Wickeltechnik hingegen stellt das starre Raster infrage. Sie ermöglicht die individuelle Betonung unterschiedlicher Proportionen und hinterfragt einmal mehr einen universellen Schönheitsbegriff. Als Inspirationsquelle für die Entwürfe dienten der Designerin die streng geometrischen Gemälde Mondrians mit seiner charakteristische Struktur – bestehend aus einem schwarzen Raster, verbunden mit rechteckigen Flächen in den Grundfarben. Der Entwurf der Designerin stellt mit seinen Teilungsnähten und geometrischen Schnitten somit eine moderne Interpretation dieses Themas in der Mode dar.

Entwurf von Marlene Horny

Weitere Informationen zur Ausstellung sowie den Exponaten finden Sie hier:

http://www.designschule-berlin.de/projektarbeiten-im-museum-zu-sehen/
Exponate aus dem Fachgang 3D/Animation
Exponate aus dem Fachgang Fotodesign
Exponate aus dem Fachgang Grafikdesign Print/Web
Exponate aus dem Fachgang Produktdesign

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