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Interview mit Nina von Kozierowski, Absolventin des Fachbereichs Fotodesign

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„Nur wenn man auch raus geht und was macht kommt man ans Ziel“

Interview mit Nina von Kozierowski, Absolventin des Fachbereichs Fotodesign 2011. Sie arbeitet als freie Fotografin und bei der Fotografenrepräsentanz Foto-Union in Berlin. Das SZ-Magazin entdeckte Nina von Kozierowski vor einigen Wochen als junge und talentierte Fotografin und stellte ihre Arbeit „Underwater“ vor. Der Artikel des SZ-Magazins befindet sich weiter unten im Alumni-Bereich.

www.vonkozierowski.de

Nina, eben hat das SZ-Magazin Deine Arbeit „Underwater“ vorgestellt und Dich damit zu einer jungen, talentierten Fotografin ernannt. Mit der Arbeit hattest Du 2010 bei uns schon ein Leistungsstipendium erhalten. Wie kam es jetzt zu der Veröffentlichung?

So genau kann ich das gar nicht sagen. Eine Mitarbeiterin aus der Bildradaktion des SZ Magazins hat meine Bilder im Internet gefunden und mich daraufhin angeschrieben. Ein Glückstreffer würde ich sagen.

Weißt Du noch wie Dein Start im Herbst 2008 bei uns war? Wie hattest Du dich vorbereitet?

Bevor ich die Ausbildung begonnen habe, hatte ich ein dreimonatiges Praktikum bei einem befreundeten Fotografen in Amerika absolviert und dort sehr viel gelernt und mit ihm zusammen an einer Mappe für die Bewerbung gearbeitet. Dies war sehr hilfreich, da ich dann schon einiges von dem wusste was am Anfang der Ausbildung gelehrt wurde. Hierdurch hat sich der Einstieg in die Ausbildung für mich ein bisschen erleichtert. Und natürlich hatte ich somit eine schöne Mappe für die Bewerbung.

Was waren Deine wichtigsten Erfahrungen während Deiner Zeit bei BEST-Sabel?

Die wichtigsten Erfahrungen habe ich eher allgemein gemacht. Man muss sich seine Zeit gut einteilen und alles gut für ein Shooting planen, dass aber trotz Planung eine Menge anders laufen wird und man mit dem Wissen, das man sich während der Ausbildung aneignen sollte dann schnell reagieren muss.

Neben der Fotografie arbeitest Du noch bei einer Fotografenrepräsentanz. Wie bist Du auf diesen Weg gekommen?

Ich wusste für mich selbst, dass ich nicht lange auf dem trockenen sitzen möchte und dass es noch sehr viel zu lernen für mich gibt, deshalb habe mich noch während der Abschlussprüfung nach etwas umgesehen, was ich eventuell nach der Ausbildung erst einmal machen könnte und was mich eventuell etwas weiterbringt. Ich habe während des Praktikums in der Ausbildungszeit von vielen Seiten gehört, dass es nicht schlecht sei zunächst in einer Fotografen-Agentur/Repräsentanz zu arbeiten, da man dort einen anderen Einblick in das Fotografenleben bekommt und erfährt, wie eine Agentur funktionier. Durch Zufall suchte die Agentur Foto-Union zu der Zeit gerade einen Praktikanten. Ich habe mich beworben und habe dort als Praktikantin angefangen. Nun bin ich freie Mitarbeiterin dort und lerne viele wichtige Dinge rund um die Fotografie.

Worin besteht die Aufgabe einer Repräsentanz im allgemeinen und was ist Deine Aufgabe im speziellen?

Eine Repräsentanz repräsentiert die Fotografen, wie der Name schon vermuten lässt. Sie hat Fotografen unter Vertag und akquiriert Jobs für diese. Außerdem hilft sie den Fotografen bei der Kommunikation mit Kunden, Auftraggebern und Werbeagenturen. Sie hilft bei der Shooting-Organisation, den Abrechnungen und Kostenvoranschlägen. Meist sind handelt es sich um große Werbe-Jobs mit riesigem Organisationsaufwand und vielen beteiligten Personen. Diese Organisation ist vom Fotografen allein meist nur schwer zu bewältigen. In mein Arbeitsalltag unterstütze ich meine Chefs bei allem was anfällt. Oft habe ich aber auch das Glück die Shootings zu betreuen und somit bei den Shootings direkt dabei seien zu können und dem Fotografen zu assistieren.

In wieweit hat Dir deine Ausbildung als Fotodesignerin geholfen diesen Job zu bekommen und diesen jetzt auch auszufüllen?

Nun, ein allgemeines Verständnis für die Abläufe eines Shootings von der Organisation und Planung bis hin zur Ausführung sind sehr wichtig. Auch ein fotografisches Verständnis und ein Blick für Fotografie. Eine fundierte Ausbildung und Grundkenntnisse sind sehr wichtig, wenn man im Bereich der Fotografie arbeiten will, immerhin muss man im Umgang mit den Fotografen und auch in der Planung genau wissen um was es geht und wie man Aufnahmen organisiert.

Du hast im letzten Sommer die Abschlussprüfung gemacht. Wie würdest Du deine Situation nach knapp einem Jahr auf dem Arbeitsmarkt einschätzen?

Ich möchte selbst später als Fotografin arbeiten, die Foto-Union ist aber für mich eine sehr gute Zwischenstation. Ich lerne gerade sehr viel Praktisches von dem, was in der Ausbildung nur angeschnitten wird und habe sehr viel Erfahrungen machen können im Umgang mit Kunden. Ich denk, das wird mir später sehr viel helfen. Ich weiß nun wie ich an die richtigen Leute herantreten muss und wer diese sind. Ich denke ich habe alles bis jetzt genau richtig gemacht, denn es gibt so viele gute Fotografen dort draußen, da ist es erst einmal von Vorteil sich einen Überblick zu verschaffen und vor allem alle Möglichkeiten kennen zu lernen, die einem offen stehen.

Was würdest Du jungen Interessenten für den Bereich Fotodesign mit auf den Weg geben?

Machen, machen, machen! Nur wenn man auch raus geht und was macht kommt man ans Ziel, wenn man nur wartet, dass etwas passiert, passiert nichts.

Nina, vielen Dank für Deine Zeit und Deine Erfahrungen!
Das Interview führte Raimund Stöppler, Fachbereichsleiter FOTODESIGN

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