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„Nah dran“ – F-14 präsentiert Ergebnisse des 1. Jahres

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Schüler des Jahrgangs 2014 stellten am 8. Juli 2015 ihre besten Arbeiten des zweiten Schulhalbjahres vor. Die handwerkliche Grundausbildung ist zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. „Unsere Schüler haben bereits ein gutes Gefühl für die Gestaltung der Bildfläche entwickelt“, schätzt Fachleiter Stefan Berg ein. „Auch beherrschen sie die im Haus vorhandene Kamera-, Licht- und Computertechnik inzwischen recht sicher.“

Im ersten Schulhalbjahr standen noch kurzgefasste Aufgaben mit rein ästhetischen und handwerklich eher leicht und schnell zu bewältigenden Zielen im Vordergrund. Im zweiten Halbjahr wurden die Aufgaben komplexer und konzeptionell anspruchsvoller. Sich persönlich mit vielschichtigen Themen zu beschäftigen, Serien statt Einzelbilder zu erstellen und die erste Reportage im Rahmen einer Projektfahrt zu entwickeln, waren Zielstellungen, die dabei im Vordergrund standen.

Erst vor, dann hinter der Kamera

Zu Beginn fotografierten die Schüler sich gegenseitig oder machten Selbstporträts. So können die Schüler das „fotografiert werden“ selbst besser nachempfinden. Anschließend sollten sie eine nahestehende Person, später Jemanden aus ihrem Bekanntenkreis und letztlich eine von den Dozenten vermittelte Person fotografieren. So wurden sie nach und nach befähigt und ermutigt, selbst aktiv zu werden und Leute anzusprechen, um diese als Motive für ihre Fotografien zu gewinnen.

Nachgestellt

Eine der präsentierten Aufgaben bestand darin, ein Portrait aus der Glamour-Zeit der großen Hollywood Studios nachzuempfinden – natürlich möglichst authentisch. Wie das gelingen kann, zeigen beispielhaft die Arbeiten von Felix Conrad.

 

Mimik und Gestik

Wie unterschiedlich und doch charakterisierend Mimik und Gestik für Stimmungen und Situationen sind, zeigt Liesa Fuchs. Sie fand es interessant wie unterschiedlich man mit Menschen umgehen, diese führen und wie nah man diesen kommen könne.

Bildliche Reduktion 

Die dritte Übung wurde von Sara Reuter und Felix Conrad vorgestellt. Darin ging es um die Überführung eines Textes oder Filmes in Bilder, indem die komplexe Handlung auf wenige anschauliche Bilder reduziert wird. Sara Reuter setzte den Steppenwolf von Hermann Hesse meisterhaft um. Felix Conrad weckte plakative Assoziationen des Kultfilmes Clockwork Orange.

Nah dran

Die Thematik »nah dran«, unter dem das ganze Schuljahr gestanden hatte, wurde auch im Bereich Sachfotografie umgesetzt. Aus der scheinbar langweiligen Darstellung von Schraubenschlüssel und Schraubzwinge gelang es Philipp Schulze mit seinen Fotografien den Eindruck eines fast schon haptischen Werkzeugs zu erzeugen. Spuren der Benutzung sind zu erkennen, ebenso auch das Spezifische des jeweiligen Werkstoffs.

Philipp Schulze

 

Solitär

Aus dem Bereich Architekturfotografie wurden Arbeiten zur Thematik »Solitär« vorgestellt. In drei Schritten näherten sich die Schüler dabei der fotografischen Darstellung eines selbst gewählten Gebäudes. Zunächst wird dabei die Oberflächenbeschaffenheit, die Materialität gezeigt. Im nächsten Schritt wird mittels eines beispielhaften Baudetails die Form des Gebäudes, der Kubatur, fotografisch dargestellt. Abschließend geht es darum, die Einbettung des Gebäudes im städtischen Raum darzustellen. Sara Reuter fotografierte den Eiermann-Bau der Kaiser-Wilhelm Gedächtniskirche.

Mappe dokumentiert fachliche Entwicklung

Erstmalig werden die Ergebnisse der einzelnen Projekte bereits jetzt in die Mappen der angehenden Fotodesigner einfließen. „Die Erstellung der Mappe begleitet unseren Foto-Jahrgang 2014 ab Beginn der Ausbildung“, erläutert Stefan Berg. Die frühzeitige Auseinandersetzung mit den eigenen Arbeiten durch selbstkritische Bewertung und Auswahl für die eigene Mappe ist ein wichtiger Lernprozess, um sich später auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Außerdem würde dadurch eine spätere Dokumentation der zahlreichen Facetten der Ausbildung und der persönlichen Entwicklung erleichtert.

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